Verhaltenskodex

der LASOS Lasertechnik GmbH

1. Ziel

Gegenstand der Arbeitsanweisung ist es, einen Verhaltenskodex f√ľr die LASOS Lasertechnik GmbH zu definieren.

Der Verhaltenskodex der LASOS orientiert sich am Verhaltenskodex der Electronic Industry Citizenship Coalition¬ģ (EICC¬ģ) in der jeweils aktuellen Version, an den UN Guiding Principles on Business and Human Rights (UNO-Leitprinzipien f√ľr Wirtschaft und Menschenrechte) und wurden aus zentralen internationalen Menschenrechtsstandards, einschlie√ülich der ILO Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work (IAO-Erkl√§rung √ľber grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit) und der UN Universal Declaration of Human Rights (Allgemeine Erkl√§rung der Menschenrechte der Vereinten Nationen) abgeleitet.

Diese grundlegenden Verhaltensweisen und Standards stellen sicher, dass Arbeitskr√§fte mit Respekt und W√ľrde behandelt werden und dass die Gesch√§ftst√§tigkeit in einer √∂kologisch und ethisch verantwortungsvollen Art und Weise ausge√ľbt wird.

LASOS wird den Verhaltenskodex auch gegen√ľber seinen Lieferanten beanspruchen.

2. Anwendungsbereich

Diese Arbeitsanweisung gilt f√ľr alle Mitarbeiter, Zeitarbeitnehmer, Praktikanten, Studenten etc. und den gesamten Standort der LASOS Lasertechnik GmbH, Franz-Loewen-Str. 2 in 07745 Jena, sowie alle Tochterunternehmen, an denen LASOS gesellschaftsrechtlich beteiligt ist.

3. Verhaltenskodex der LASOS Lasertechnik GmbH

Der Kodex besteht aus f√ľnf Abschnitten. Die Abschnitte A, B und C beschreiben die Standards bez√ľglich Arbeit, Gesundheit / Sicherheit sowie Umwelt. Abschnitt D enth√§lt Standards in Bezug auf die Gesch√§ftsethik und Abschnitt E skizziert die Elemente eines geeigneten Systems zur Gew√§hrleistung der Einhaltung dieses Kodex.

A. Arbeit

LASOS verpflichtet sich, die Menschenrechte ihrer Arbeitskr√§fte zu wahren und sie entsprechend dem Verst√§ndnis der internationalen Gemeinschaft mit W√ľrde und Respekt zu behandeln. Dies gilt f√ľr alle Arbeitskr√§fte, einschlie√ülich Zeit- und Wanderarbeiter, Werkstudenten, Leiharbeiter, fest angestellte Arbeitnehmer und f√ľr alle sonstigen Arten von Arbeitskr√§ften.

Die Arbeitsstandards sind:

  1. Freie Wahl der Beschäftigung
    Es wird keine Zwangsarbeit, Knechtschaft (einschlie√ülich Schuldknechtschaft) oder Pflichtarbeit, unfreiwillige Gef√§ngnisarbeit, Sklavenarbeit oder Arbeit basierend auf Menschenhandel eingesetzt. Dies umfasst auch den Transport, die Beherbergung, Anstellung, Weitervermittlung oder Aufnahme von Personen zur Erbringung von Arbeits- oder Dienstleistungen unter Anwendung von Drohungen, Gewalt, Zwang oder mittels Entf√ľhrung oder Betrug. Die Bewegungsfreiheit der Arbeitskr√§fte in der Einrichtung wird nicht in unangemessener Weise eingeschr√§nkt sein; ebenso werden keine unangemessenen Beschr√§nkungen f√ľr das Betreten bzw. Verlassen der vom Unternehmen bereitgestellten Einrichtungen bestehen. Im Rahmen des Einstellungsprozesses wird der Arbeitskraft, bevor sie ihr Herkunftsland verl√§sst, ein schriftlicher Anstellungsvertrag in ihrer Muttersprache, der eine Beschreibung der Besch√§ftigungsbedingungen enth√§lt, zugestellt werden.Jegliche Arbeit ist freiwillig und die Arbeitskr√§fte k√∂nnen jederzeit die Arbeit verlassen oder ihr Besch√§ftigungsverh√§ltnis beenden, im Rahmen des jeweiligen Vertragsverh√§ltnisses. LASOS und Vermittler werden die Ausweis- oder Einwanderungsdokumente der Arbeitnehmer, zum Beispiel von einer Regierungsstelle ausgestellte Ausweisdokumente, Reisep√§sse oder Arbeitserlaubnisse nicht einbehalten, vernichten, verstecken, konfiszieren oder den Arbeitnehmern den Zugriff auf ihre Dokumente verwehren, au√üer wenn ein solches Einbehalten der Arbeitserlaubnisse gesetzlich vorgeschrieben ist. Von den Arbeitskr√§ften wird nicht verlangt, f√ľr ihre Einstellung Vermittlungsgeb√ľhren oder andere damit verbundene Geb√ľhren an die Arbeitgeber oder Vermittler zu zahlen, sofern gesetzliche Bestimmungen dies nicht explizit zulassen. Falls die Zahlung solcher Geb√ľhren durch die Arbeitnehmer festgestellt wird, sind derartige Geb√ľhren an den Arbeitnehmer zur√ľckzuzahlen.
  2. Junge Arbeitskräfte РKinderarbeit ist bei LASOS untersagt.
    Der Begriff ‚ÄěKind‚Äú bezieht sich auf alle Personen unter 15 Jahren oder auf Personen im schulpflichtigen Alter oder Personen, die das in dem jeweiligen Land geltende Mindestalter f√ľr eine Besch√§ftigung noch nicht erreicht haben, wobei die h√∂chste dieser Altersstufen ma√ügeblich ist. Der Einsatz zugelassener Ausbildungsprogramme am Arbeitsplatz, die alle Gesetze und Regelungen erf√ľllen, wird bef√ľrwortet. Arbeitskr√§fte unter 18 Jahren (junge Arbeitskr√§fte) d√ľrfen keine gef√§hrlichen Arbeiten ausf√ľhren, die ihre Gesundheit und Sicherheit gef√§hrden k√∂nnten, einschlie√ülich Nachtschichten und √úberstunden. Teilnehmer m√ľssen durch eine korrekte F√ľhrung der Studentenunterlagen, eine strenge und sorgf√§ltige Pr√ľfung der Ausbildungspartner und den Schutz der Rechte der Studenten gem√§√ü den geltenden Gesetzen und Vorschriften einen ordnungsgem√§√üen Einsatz der Werkstudenten gew√§hrleisten. LASOS wird allen Werkstudenten eine angemessene Unterst√ľtzung und Schulung bieten.
  3. Arbeitszeiten
    Aus Studien zu Gesch√§ftspraktiken geht eindeutig hervor, dass zu stark beanspruchte Arbeitskr√§fte weniger produktiv sind, h√§ufiger den Arbeitsplatz wechseln und sich h√§ufiger verletzen bzw. krank werden. Die Wochenarbeitszeit darf die nach lokalem Recht geltende maximale Stundenzahl nicht √ľberschreiten. Dar√ľber hinaus sollte die w√∂chentliche Arbeitszeit, einschlie√ülich √úberstunden, nicht mehr als 60 Stunden betragen. Ausnahmen bilden Notf√§lle und au√üergew√∂hnliche Umst√§nde. Arbeitskr√§ften ist mindestens alle sieben Tage ein arbeitsfreier Tag zu gew√§hren.
  4. Löhne und Sozialleistungen
    Die den Arbeitskr√§ften gezahlte Verg√ľtung hat s√§mtlichen einschl√§gigen Gesetzen zur Entlohnung zu entsprechen, wozu auch Gesetze zum Mindestlohn, zu √úberstunden und zu gesetzlich festgelegten Sozialleistungen geh√∂ren. F√ľr jeden Zahlungszeitraum m√ľssen Arbeitskr√§fte zeitnah eine verst√§ndliche Lohnabrechnung erhalten, die ausreichende Informationen enth√§lt, um zu √ľberpr√ľfen, dass die geleistete Arbeit korrekt verg√ľtet wurde. Jeglicher Einsatz von Zeitarbeit, die Entsendung von Arbeitskr√§ften und die Ausgliederung von Arbeit erfolgt unter Einhaltung der lokalen Rechtsvorschriften.
  5. Menschenw√ľrdige Behandlung
    Die brutale oder unmenschliche Behandlung von Arbeitskr√§ften ist nicht zul√§ssig, dazu geh√∂ren auch sexuelle Bel√§stigungen, sexueller Missbrauch, k√∂rperliche Ma√üregelungen, mentale oder physische N√∂tigung sowie verbale Angriffe. Dies gilt auch f√ľr die Androhung einer solchen Behandlung.
  6. Verbot der Diskriminierung
    Gesetzeswidrige Bel√§stigungen und Diskriminierungen werden bei LASOS nicht geduldet. Im Rahmen der Einstellungs-und Besch√§ftigungspraktiken, wie zum Beispiel bei Entlohnungen, Bef√∂rderungen, Auszeichnungen und beim Zugang zu Weiterbildungsm√∂glichkeiten, werden Arbeitskr√§fte nicht aufgrund folgender Merkmale diskriminiert: ethnische Abstammung, Hautfarbe, Alter, Geschlecht, sexuelle Ausrichtung, Geschlechtsidentit√§t und Ausdruck der Geschlechtlichkeit, ethnische Zugeh√∂rigkeit oder nationale Herkunft, Behinderung, Schwangerschaft, Religion, politische Zugeh√∂rigkeit, Gewerkschaftszugeh√∂rigkeit, ehemalige Milit√§rangeh√∂rigkeit, gesch√ľtzte genetische Informationen oder Familienstand. Arbeitskr√§ften wird der angemessene Zugang zu R√§umlichkeiten zur Aus√ľbung ihrer religi√∂sen Praktiken gew√§hrt. Des Weiteren werden derzeitige und zuk√ľnftige Arbeitskr√§fte keinen medizinischen Tests oder physischen Pr√ľfungen unterzogen, die in diskriminierender Weise verwendet werden k√∂nnten.
  7. Vereinigungsfreiheit
    LASOS respektiert im Einklang mit den lokalen Rechtsvorschriften das Recht aller Arbeitnehmer, Gewerkschaften zu gr√ľnden oder Gewerkschaften ihrer Wahl beizutreten, Tarifverhandlungen zu f√ľhren und friedliche Versammlungen durchzuf√ľhren, ebenso wie das Recht der Arbeitnehmer, sich von diesen Aktivit√§ten fernzuhalten. Arbeitskr√§ften und/oder ihren Vertretern soll es m√∂glich sein, mit der Unternehmensf√ľhrung offen und ohne Angst vor Diskriminierung, Repressalien, Einsch√ľchterung oder Bel√§stigung zu kommunizieren und Ideen sowie Bedenken in Bezug auf Arbeitsbedingungen und Managementpraktiken vorzubringen.

B. Gesundheit und Sicherheit

Ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld tr√§gt nicht nur dazu bei, arbeitsbedingte Verletzungen und Krankheiten zu minimieren, sondern dar√ľber hinaus auch die Qualit√§t der Produkte und Dienstleistungen, die Kontinuit√§t der Produktion, die Mitarbeiterbindung und die Moral der Mitarbeiter zu verbessern. LASOS erkennt an, dass die Anregungen der Arbeitskr√§fte und deren st√§ndige Weiterbildung von grundlegender Bedeutung f√ľr das Erkennen und L√∂sen von Gesundheits- und Sicherheitsproblemen am Arbeitsplatz sind.

  1. Sicherheit am Arbeitsplatz
    Sind Arbeitskr√§fte potenziellen Sicherheitsrisiken (z. B. Gefahr durch elektrischen Strom und andere Energiequellen, Feuer, Fahrzeuge und Abst√ľrze) ausgesetzt, so werden diese Risiken durch eine geeignete Konstruktion, durch technische und verwaltungstechnische Kontrollmechanismen, vorbeugende Wartung, sichere Arbeitsverfahren (einschlie√ülich Wartungssicherung) und durch regelm√§√üige Sicherheitsschulungen √ľberwacht. K√∂nnen die Gefahren durch solche Ma√ünahmen nicht ad√§quat √ľberwacht werden, wird den Arbeitskr√§ften eine angemessene, gut instand gehaltene, pers√∂nliche Schutzausr√ľstung sowie Schulungsmaterial zu den Risiken, denen sie aufgrund der Gefahren ausgesetzt sind, zur Verf√ľgung gestellt. Arbeitskr√§fte werden ermutigt, eigene Vorschl√§ge zur Erh√∂hung der Sicherheit vorzubringen.
  2. Notfallvorsorge
    Potenzielle Notfallsituationen und ‚Äďereignisse werden ermittelt und bewertet. Ihre Auswirkungen werden durch die Einf√ľhrung von Notfallpl√§nen und Verfahren zur Reaktion auf Notf√§lle minimiert. Dazu geh√∂ren u. a.: Meldung von Notf√§llen, Benachrichtigungen der Arbeitskr√§fte und Evakuierungsma√ünahmen, Schulungen und Notfall√ľbungen f√ľr Arbeitskr√§fte, geeignete Brandmelde- und L√∂scheinrichtungen, angemessene Fluchtwege und Rettungspl√§ne. Dabei ist der Schwerpunkt dieser Pl√§ne und Verfahren die Minimierung der Sch√§digung von Leben, Umwelt und Sachwerten.
  3. Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten
    Es sind Verfahren und Systeme vorhanden, mit denen Arbeitsunf√§lle und Berufskrankheiten verhindert, gehandhabt, gemeldet und nachverfolgt werden. Dazu geh√∂ren die folgenden Regelungen: – Ermutigung der Arbeitskr√§fte, derartige Vorf√§lle zu melden; – Klassifizierung und Erfassung von Unf√§llen und Krankheiten, unter Beachtung des Datenschutzes; – Bereitstellung der erforderlichen medizinischen Betreuung; – Untersuchung von Vorf√§llen und Einleitung von Ma√ünahmen zur Behebung der Ursachen – Erleichterung der R√ľckkehr der Arbeitskr√§fte an ihren Arbeitsplatz
  4. Arbeitshygiene
    Der Umgang der Arbeitskr√§fte mit chemischen, biologischen oder physikalischen Arbeitsstoffen wird ermittelt, bewertet und √ľberwacht. Zur Kontrolle von √úberbelastungen werden technische oder verwaltungstechnische Kontrollma√ünahmen eingesetzt. Wenn Gefahren durch diese Ma√ünahmen nicht angemessen √ľberwacht werden k√∂nnen, so ist die Gesundheit der Arbeitskr√§fte durch geeignete pers√∂nliche Schutzausr√ľstungsprogramme zu sichern.
  5. Körperlich belastende Arbeiten
    Sind Arbeitskr√§fte den Gefahren k√∂rperlich anstrengender Arbeiten ausgesetzt, so sind diese Arbeiten zu ermitteln, zu bewerten und zu √ľberwachen. Dazu z√§hlen unter anderem der manuelle Materialtransport, schweres oder wiederholtes Heben, langes Stehen sowie stark repetitive oder hohen Krafteinsatz erfordernde Montagearbeiten.
  6. Maschinensicherung
    Produktionsanlagen und andere Maschinen werden in Bezug auf Sicherheitsrisiken √ľberpr√ľft. Wenn Maschinen ein Verletzungsrisiko f√ľr Arbeiter darstellen, werden physisch trennende Schutzeinrichtungen, Verriegelungen und Sperren installiert und ordnungsgem√§√ü instandgehalten.
  7. Sanit√§reinrichtungen, Sozialr√§ume und Wohnunterk√ľnfte
    Den Arbeitskr√§ften werden jeder Zeit verf√ľgbare saubere Sanit√§ranlagen, Trinkwasser und Einrichtungen zur hygienischen Zubereitung, Aufbewahrung und Einnahme von Mahlzeiten bereitgestellt Wohnunterk√ľnfte f√ľr Arbeitskr√§fte, die der Teilnehmer oder ein Arbeitsvermittler bereitstellt, m√ľssen gepflegt, sauber und sicher sein, √ľber geeignete Notausg√§nge, hei√ües Wasser zum Baden oder Duschen sowie angemessene Heiz- und L√ľftungsanlagen verf√ľgen, sowie hinreichend pers√∂nlichen Platz bieten. Zutritts- und Ausgangsberechtigung m√ľssen vern√ľnftig geregelt sein.
  8. Mitteilungen zu Gesundheit und Sicherheit
    Informationen zu Gesundheits- und Sicherheitsfragen werden in der Einrichtung gut sichtbar und verständlich ausgehängt.

C. Umwelt

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt ist ein integraler Bestandteil der Herstellung von Produkten auf Weltklasseniveau. Beim Fertigungsprozess werden negative Auswirkungen f√ľr die Gemeinschaft, die Umwelt und die nat√ľrlichen Ressourcen minimiert und gleichzeitig die Gesundheit und die Sicherheit der √Ėffentlichkeit gesch√ľtzt.

Bei der Erarbeitung dieses Kodex wurde auf anerkannte Managementsysteme wie ISO 14001 und das Eco Management and Audit Schema (EMAS) (Gemeinschaftssystem f√ľr das Umweltmanagement und die Umweltbetriebspr√ľfung) Bezug genommen.

  1. Umweltgenehmigungen und Berichtswesen
    Die erforderlichen Umweltgenehmigungen (z.B. Überwachung von Abwassereinleitungen), Zustimmungen und Registrierungen sind eingeholt und werden regelmäßig aktualisiert.
  2. Vermeidung von Verschmutzung und Reduzierung der eingesetzten Ressourcen
    Der Einsatz von Ressourcen und die Erzeugung von Abfall jeder Art, ist zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Die Verwendung alternativer Materialien, Einsparungen, Recycling und die Wiederverwendung von Materialien ist zu präferieren.
  3. Gefährliche Stoffe
    Chemikalien oder andere Materialien, die bei ihrer Freisetzung in die Umwelt eine Gefahr darstellen, sind zu ermitteln und so zu handhaben, dass beim Umgang mit diesen Stoffen, der Beförderung, Lagerung, Nutzung, beim Recycling oder der Wiederverwendung und bei ihrer Entsorgung die Sicherheit gewährleistet ist.
  4. Abwasser und Festabfall
    LASOS praktiziert Verhaltensweisen, um (ungef√§hrlichen) Festabfall zu ermitteln, zu handhaben, zu reduzieren und verantwortungsvoll zu entsorgen oder zu recyceln. Abwasser aus Betriebsabl√§ufen, Fertigungsprozessen und sanit√§ren Anlagen wird vor der Einleitung oder Entsorgung typisiert, √ľberwacht, √ľberpr√ľft und bei Bedarf behandelt. Dar√ľber hinaus werden Ma√ünahmen durchgef√ľhrt um die Erzeugung von Abwasser zu reduzieren. Ebenso wird die Funktion der Abwasseraufbereitungssysteme routinem√§√üig √ľberwacht.
  5. Emissionen in die Luft
    Emissionen von fl√ľchtigen organischen Chemikalien, Aerosolen, √Ątzstoffen, Partikeln, die Ozonschicht zerst√∂renden Chemikalien oder von Verbrennungsnebenprodukten aus den Betriebsabl√§ufen werden vor ihrer Freisetzung typisiert, routinem√§√üig √ľberwacht und bei Bedarf behandelt. LASOS √ľberwacht die Funktion seiner Abgasreinigungssysteme routinem√§√üig.
  6. Einschränkungen bei Produktinhaltsstoffen
    LASOS wird alle geltenden Gesetze, Regelungen und Kundenvorgaben hinsichtlich des Verbots oder der Beschr√§nkung spezifischer Substanzen in Produkten oder beim Fertigungsprozess einhalten, einschlie√ülich der Kennzeichnungspflicht f√ľr das Recycling und die Entsorgung.
  7. Umgang mit Niederschlagswasser
    LASOS f√ľhrt eine systematische Herangehensweise ein, um die Verschmutzung des abflie√üenden Niederschlagswassers zu verhindern. LASOS sorgt daf√ľr, dass keine illegalen Ableitungen oder ausgelaufene Fl√ľssigkeiten in die Niederschlagswasserkanalisation gelangen.
  8. Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen
    Der Energieverbrauch wird betriebsseitig √ľberwacht und dokumentiert, die Energieeffizienz stetig verbessert sowie der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen minimiert.

D. Ethik

LASOS und ihre Beauftragten werden zur Erf√ľllung ihrer gesellschaftlichen Verpflichtungen und f√ľr eine erfolgreiche Positionierung am Markt die h√∂chsten ethischen Standards einhalten, dazu z√§hlen:

  1. Geschäftsintegrität
    Bei allen Gesch√§ftsaktivit√§ten werden h√∂chste Integrit√§tsstandards zugrunde gelegen, insbesondere wird ein Verbot aller Formen von Bestechung, Korruption, Erpressung und Unterschlagung und damit eine Null-Toleranz-Politik verfolgt. Alle Gesch√§ftsabl√§ufe werden transparent gestaltet und in den Gesch√§ftsb√ľchern und Unterlagen der LASOS korrekt widergespiegelt, um die Einhaltung der Antikorruptionsgesetze zu gew√§hrleisten.
  2. Verbot der unzulässigen Vorteilsnahme
    Bestechungsgelder oder sonstige Mittel zur Erlangung eines unzulässigen oder unangebrachten Vorteils werden weder versprochen, angeboten, genehmigt, gezahlt/angewendet oder angenommen. Dieses Verbot bezieht sich auch auf das Versprechen, das Angebot, die Genehmigung, die Gewährung oder Annahme geldwerter Zuwendungen, sowohl direkt als auch indirekt durch Dritte, mit dem Ziel, ein Geschäft zu erhalten oder aufrechtzuerhalten, ein Geschäft an eine Person zu vermitteln oder anderweitig einen unzulässigen Vorteil zu erlangen.
  3. Geistiges Eigentum
    Rechte an geistigem Eigentum werden respektiert; Technologie- und Know-how- Transfer erfolgen so, dass die geistigen Eigentumsrechte und die Kundeninformationen gesch√ľtzt sind. Mitarbeiter werden an Erfindungen angemessen beteiligt.
  4. Faire Geschäftstätigkeit, faire Werbung und fairer Wettbewerb
    Die Normen der fairen Gesch√§ftst√§tigkeit, fairen Werbung und des fairen Wettbewerbs sind einzuhalten. Es m√ľssen geeignete Mittel zur Verf√ľgung stehen, um Kundeninformationen zu sch√ľtzen.
  5. Schutz der Identität und Verbot von Vergeltungsmaßnahmen
    Die Vertraulichkeit, Anonymit√§t und der Schutz von Informanten auf Seiten von Lieferanten und Arbeitskr√§ften wird gew√§hrleistet,1 sofern dies nicht gesetzlich untersagt ist. Es ist erlaubt Bedenken zu √§u√üern, ohne Vergeltungsma√ünahmen bef√ľrchten zu m√ľssen.
  6. Verantwortungsvolle Beschaffung – Konfliktmineralien
    LASOS f√ľhrt eine Strategie zur verantwortungsvollen Beschaffung von Produkten ein, die sogenannte Konfliktmineralien enthalten.
  7. Datenschutz
    LASOS hat einen Datenschutzbeauftragten bestellt, der den Schutz privater Informationen mit angemessenen Erwartungen der Gesch√§ftspartner, einschlie√ülich Lieferanten, Kunden, Verbraucher und Arbeitnehmer, gerecht wird. F√ľr die Erfassung, Speicherung, Verarbeitung, √úbermittlung und Weitergabe von pers√∂nlichen Informationen werden die Gesetze zu Datenschutz und Informationssicherheit und die beh√∂rdlichen Vorschriften beachtet.

E. Managementsystem

LASOS hat ein Managementsystem eingef√ľhrt, dessen Anwendungsbereich durch den Inhalt dieses Kodex erg√§nzt werden kann. Das Managementsystem ist so gestaltet, dass es in Bezug auf den Kodex folgendes gew√§hrleistet:

(a) Befolgung der relevanten Gesetze, Vorschriften und Kundenanforderungen in Bezug auf die Betriebsabläufe und Produkte,
(b) Einhaltung des vorliegenden Kodex und
(c) Identifizierung und Minderung von Betriebsrisiken u.a. im Hinblick auf diesen Kodex.

Die kontinuierliche Verbesserung ist immanenter Bestandteil des Managementsystems.

Bestandteile des Managementsystems

  1. Verpflichtung des Unternehmens
    Grundsatzerkl√§rungen zu sozialer und √∂kologischer Verantwortung im Sinne der Unternehmenspolitik, mit denen LASOS seine Verpflichtung zur Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften und zur kontinuierlichen Verbesserung zum Ausdruck bringt. Die Grundsatzerkl√§rungen werden von der Gesch√§ftsf√ľhrung best√§tigt und bekannt gemacht.
  2. Rechenschaftspflicht und Verantwortlichkeit der Gesch√§ftsf√ľhrung
    F√ľhrungskr√§fte und Vertreter des Unternehmens, die f√ľr die Einf√ľhrung der Managementsysteme und der damit in Verbindung stehenden Programme verantwortlich sind, sind benannt. Die Gesch√§ftsleitung √ľberpr√ľft in regelm√§√üigen Abst√§nden den Zustand des Managementsystems.
  3. Gesetzliche Bestimmungen und Kundenanforderungen
    Es sind Verfahren zur Ermittlung, √úberwachung und zum besseren Verst√§ndnis der einschl√§gigen Gesetze, Vorschriften und Kundenanforderungen eingef√ľhrt. Die Bestimmungen dieses Kodex werden Bedarfskonform erg√§nzt.
  4. Risikobewertung und Risikomanagement
    Wird gemäß der ISO 9001 betrieben und ist angelehnt an die Norm BS 25999-1:2006 (British Standard, business continuity management code of practice).
  5. Verbesserungsziele
    Schriftlich formulierte Leistungsziele, -vorgaben und Umsetzungspläne zur Verbesserung des sozialen und ökologischen Verhaltens des Teilnehmers, einschließlich der regelmäßigen Bewertung seiner Leistungen zur Erreichung dieser Ziele.
  6. Schulung
    Schulungsprogramme f√ľr F√ľhrungs- und Arbeitskr√§fte zur Umsetzung der Richtlinien, Verfahren und Verbesserungsziele sowie zur Einhaltung einschl√§giger Gesetze und beh√∂rdlicher Vorschriften.
  7. Kommunikation
    Ein Verfahren, das dazu dient, den Arbeitskr√§ften, Lieferanten und Kunden klare und exakte Informationen √ľber die Richtlinien, Vorgehensweisen, Erwartungen und Leistungen des Teilnehmers zu geben.
  8. R√ľckmeldungen und Beteiligung der Arbeitskr√§fte
    Fortlaufende Prozesse zur Bewertung, inwiefern die Arbeitskr√§fte die Verfahren und Bestimmungen des Managementsystems verstanden haben, sowie zur Erfassung von R√ľckmeldungen, um so eine st√§ndige Verbesserung zu f√∂rdern.
  9. Kontrollen und Bewertungen
    Regelmäßige Selbstbewertungen zur Gewährleistung der Einhaltung der gesetzlichen und behördlichen Bestimmungen, des Inhalts dieses Kodex und der Anforderungen aus Kundenverträgen im Hinblick auf die soziale und ökologische Verantwortung.
  10. Verfahren f√ľr Korrekturma√ünahmen
    Ein Verfahren zur rechtzeitigen Beseitigung von Unzul√§nglichkeiten, die im Rahmen interner oder externer Bewertungen, Inspektionen, Untersuchungen und √úberpr√ľfungen festgestellt wurden.
  11. Dokumentation und Aufzeichnungen
    Erstellung und Pflege von Dokumenten und Aufzeichnungen, um die Einhaltung beh√∂rdlicher Vorschriften und die Erf√ľllung von Unternehmensanforderungen sicherzustellen. Gleichzeitig ist eine angemessene Vertraulichkeit zu wahren, um den Datenschutz zu gew√§hrleisten.
  12. Verantwortung der Zulieferer
    Ein Verfahren, mit dem die Vorschriften dieses Kodex den Zulieferern deutlich gemacht wird, wird eingef√ľhrt.

Jena, den 19.02.2019